Laktose-Intoleranz
Das Wort "Laktose-Intoleranz" hat seinen Ursprung im Lateinischen. "Lac" bedeutet Milch und "tolerare" ertragen. Es handelt sich hier also um eine Unverträglichkeit von dem Milchzucker Laktose.
Die Laktose-Intoleranz ist eine Soffwechselerkrankung, an der in Deutschland etwa 4 Millionen Menschen leiden: die Tendenz deutlich steigend. 30 bis 50 Millionen Amerikaner, schätzungsweise 90% der Japaner und Chinesen, 75% der Bevölkerung Afrikas und fast 100% der Ureinwohner Australiens sind laktose-intolerant. In den westlichen Ländern ist das Ausmaß der Laktose-Intoleranten nicht so groß: hier sind "nur" 10-15% betroffen, in den skandinavischen Ländern liegt die Rate gar bei nur etwa 3%
Bekannte Ursache
Wer laktose-intolerant ist, dessen Körper kann die Laktose (Milchzucker) nicht verdauen. Grund ist das Fehlen oder der Defekt des Enzyms Laktase im Darm, so dass das Disaccharid (Zweifachzucker) Laktose nicht in seine Bestandteile Glukose (Traubenzucker) und Galaktose aufgespalten werden kann. Normalerweise werden diese Monosaccharide über die Blutbahn aufgenommen, sorgen für eine gute Darmflora und folglich auf für ein gestärktes Immunsystem.
Hat ein Mensch jedoch nicht genügend Laktase, wird die unverdaute Laktose im Dickdarm durch die Darmbakterien vergoren, und es entstehen Gärungsgase sowie eine Übersäuerung, die Zusammen mit der großen Flüssigkeitsmenge Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen verursachen.
Häufig tritt die Laktose-Intoleranz jedoch auch als Folge einer Darmerkrankung, beispielsweise Zöliakie, Morbus Crohn oder nach Magen- und Darmoperationen auf.
Symptome
Es ist nahezu unmöglich, eine verbindliche Auflistung aller Symptome aufzuführen, die durch den Verzehr von Kuhmilch auftreten können.. Die Symptome können so vielfältig sein und auch in einer Art und Weise, dass man sie mit einer Allerdie oder einer Laktose-Intoleranz überhaupt nicht in Verbindung bringt. Oftmals beginnt für Patienten somit eine Odyssee, die Operationen zur Folge haben kann, die völlig unnötig sind.
Mögliche Symptome können sein:
Schwindel, Übergewicht, Gelenkbeschwerden, Candida-Infektion, häufig unangenehmer Körpergeruch, Tinnitus, allgemeiner Leistungsabfall, Konzentrationsschwäche, Frieren, Müdigkeit, Bluthochdruck, depressive Verstimmung, Blähungen, Übelkeit, Völlegefühl, Ödeme an den Augen, zunehmende Nachtblindheit, trockene Mundschleimhaut, häufige Zahnfleischentzündungen, trockene und rissige Haut, Warzen, Ausschlag, Kopfhautschuppen, Schmerzen im kleinen Becken, Rückenschmerzen...
Behandlung
Es sei klar gesagt: Es gibt kein Medikament gegen eine Nahrungsmittelallergie! Konsequente Karenz (Vermeiden des Allergens) ist die erste, allerwichtigste und mit Sicherheit auch die erfolgreichste aller Behandlungen. Im Gegensatz zu Blütenpollenallergikern mit Heuschnupfen, denen eine Hyposensibilisierung Erleichterung verschafft, bringt dies bei Lebensmittelallergien keinen Erfolg.



